Am 6. März 2026 verwandelte sich der Saal der Sparkasse Fürstenfeldbruck für unser diesjähriges Wirtschaftsseminar in ein Forum für die Experten von morgen.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Abteilungsleiterin Frau Bernadette Rottenfußer erhielten rund 180 Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe (Fachrichtung Wirtschaft) spannende Einblicke in die Praxis. Sie übergab das Wort an zwei Experten, die in ihren hochkarätigen Fachvorträgen praxisnahe Einblicke in die Wirtschaftswelt gaben und schlugen so eine wertvolle Brücke zwischen schulischer Theorie und der Realität.

Den Auftakt machte Matthias Brüggemann: Der Malermeister aus Maisach beeindruckte die Schülerinnen und Schüler mit seinem Weg in die Selbstständigkeit. Aus einer Vision wurde Realität – mit seinem Projekt ‚FRF – Farben, Raum, Fassade‘ ist er seit 1,5 Jahren erfolgreich in der energetischen Gebäudesanierung tätig. Praxisnah berichtete er von seinem ersten Banktermin bei der Sparkasse, der rasanten Umsatzentwicklung und erklärte, warum die Wahl der richtigen Schlüsselpartner über den Erfolg eines Unternehmens entscheidet.

Nach den ersten spannenden Einblicken ging es in eine wohlverdiente Pause. Bei einer vorzüglichen Brotzeit konnten sich alle stärken und die ersten Eindrücke in lockerer Atmosphäre diskutieren.
Bestens motiviert folgte das zweite Highlight des Tages: Prof. Dr. Erdal Yalcin von der Hochschule Konstanz nahm die Zuhörer mit in die komplexe Welt der globalen Handelsbeziehungen. Unter dem Titel „Der neue Protektionismus – Auswirkungen auf Deutschland und die Weltwirtschaft“ beleuchtete er die aktuellen Herausforderungen für die Exportnation Deutschland. Am Beispiel des gescheiterten TTIP-Abkommens zeigte er auf, dass Deutschland durch den entgangenen Freihandel ein geschätztes Zusatzwachstum von 5 % verpasst hat. Demgegenüber stehen die Risiken moderner Handelskonflikte: Bilaterale Sanktionen und Zölle, wie sie zwischen den USA und China zu beobachten sind, können Handelsströme um bis zu 80 % einbrechen lassen. Sein Plädoyer für die Zukunft war eindeutig: Wahre wirtschaftliche Resilienz entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch Diversifikation und gezielte Kooperation.

Im Namen der Schulleitung und des Fachbereichs Wirtschaft bedanken wir uns bei Frau Bernadette Rottenfußer für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Unser besonderer Dank gilt zudem Frau Hörl für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Gesamtorganisation: Dank ihrer Planung, die von der Referentenbetreuung bis zur technischen Umsetzung reicht, war die Veranstaltung auch dieses Jahr ein voller Erfolg.
Doris Raml und Ines Braunschweig